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SKS-Prüfungstörn II (23.-26.10.2008)
Ich selber bin erst am 23.10 gegen Abend angereist, alle anderen waren schon seit dem Vormittag in Warns (NL), um die gecharterte Bavaria abzuholen. Ich kam dann nach dem Abendessen direkt nach Stavoren am Ijsselmeer an Bord. Bis dahin hatte sich leider schon herausgestellt, in was für einem desolaten Zustand das Boot war. Der Bugkorb war kaputt und das Ruder, sobald es angeströmt wurde, ließ sich nur mit einiger Kraft nach Steuerbord zwingen. Suboptimale Bedingungen, um das Schiff sauber durch die Manöver zu bringen. Trotzdem ging es nach einer windigen Nacht am noch windigeren Morgen hinaus aufs Ijsselmeer; für mich an diesem Tag das erste Mal, da ich ja den Auftakt der Ausbildung verpasst hatte.

 

Es wurden die ersten Manöver geübt, ein Riss im Unterlieg des Großsegels entdeckt und ein paar Bojen über Bord geworfen. Auf Grund des Windes verschoben wir die Anlegemanöver auf Samstag mit der Hoffnung auf weniger Wind. Schon gegen Abend flaute der Wind dann auch ab, die Bewölkung riss auf und, nach einer sternenklaren Nacht, bot sich uns am Samstagmorgen ein wunderbar sonniger Segeltag dar. Alle möglichen Manöver wurden wiederholt, der Bootshaken segnete das Zeitliche und zum Nachmittag ließ der Wind wieder nach, sodass es der perfekte Tag für Anlegemanöver wurde. Abgerundet wurde der beste Tag des Wochenendes von dem obligatorisch reichhaltigen und guten Abendessen sowie ein paar Bier und einer Runde Tequila in einer Kneipe in Stavoren. Danach war ruhiges Einschlafen vor der anstehenden SKS-Prüfung, jedenfalls für mich, kein Problem mehr. Durch die Zeitumstellung in dieser Nacht war zudem jedem eine Stunde mehr Schlaf vergönnt. Da das Wetter ab dem vorangegangenen Tag nur schlechter werden konnte, wurde es auch schlechter, viel schlechter. Am Sonntag, unserem Prüfungstag, regnete es also von morgens an ohne Unterbrechung, bis wir dir Bavaria abgaben. Die Prüfung selbst lief für mich wunderbar und auch für alle anderen Prüflinge wurde sie zum Erfolg. Der Prüfer war Klasse und, vielleicht nicht nur zu meinem Glück, nicht sehr darauf aus, Theorie und Navigation abzuprüfen (welche zumindest ich noch nicht abgelegt hatte). Nach der für jeden erfolgreichen Prüfung ging es dann unbeschwerter und mit durchnässtem Ölzeug zurück nach Warns. Das Boot wurde noch aufgetankt, rudimentär gesäubert, leergeräumt und dem Vercharterer zurückgegeben. Zuletzt bleibt nur noch, sich ganz herzlich bei den beiden Ausbildern für das tolle und erfolgreiche Wochenende zu bedanken.

Moritz Weidt

 

Ausbilder: Lars Lambrecht, Jan Busch

Auszubildende: Astrid Fröde, Bastian Schittny, Stefan Schühlein, Moritz Weidt, Heiko Weinen