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Flaggschiff der RWTH erreicht Lettland

Die 52 Fuß (ca. 16 m) lange Yacht "Aquis Granus" des Akademischen Seglervereins der RWTH hat das Ziel der dritten Etappe des Baltic Sprint Cups erreicht. In den Morgenstunden des 25. Juli passierte die zwölfköpfige Crew die Ziellinie vor Liepaja in Lettland.

Rund 18 Stunden hochkonzentrierten Segelns fast ohne Ruhepause lagen zu diesem Zeitpunkt hinter jedem der acht Segler und vier Seglerinnen an Bord. Die sportliche Fahrtenyacht erreichte damit eine Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 10 Knoten auf der 170 Seemeilen langen Strecke von Västervik in Schweden nach Liepaja in Lettland. Schließlich ging sie nach der ca. 14 m langen Regattayacht "Utsider", der gut 17 m langen "SCHO-KA-KOLA" und der 12,5 m langen "needles and pins" als vierte Yacht durchs Ziel. Zusammen mit diesen sehr sportlichen Yachten hatte sie sich früh vom Feld absetzen können.

Die überwiegende Zahl der an Bord befindlichen Vorsegel kam bei dieser Etappe zum Einsatz. Auf der 70 Meilen langen Strecke von der Südspitze Gotlands bis zum Ziel nördlich des kurischen Haffs schmerzte der Verlust des großen Top-Spinnakers, der bei einer Bö auf der 2. Etappe der Regatta gerissen war. So reichte das Ergebnis trotz guter Manöver und Taktik schließlich nach berechneter Zeit nur für einen 5. Platz in der IRC-Klasse. Aber auch das Dabeisein bei dieser Regatta zählt: die Zielhäfen bieten ein attraktives Programm und über das Revier herrscht Einigkeit bei der Crew: es ist traumhaft zum sportlichen Segeln und bietet noch dazu ca. 20 Stunden Helligkeit pro Tag zu dieser Jahreszeit.

Insgesamt liegt bereits mehr als die Hälfte der Strecke der "Baltic Sprint Cup"-Regatta rund um die Ostsee im Kielwasser der Aquis Granus. Die nächste Etappe wird sie von Lettland nach Swinemünde in Polen führen. Für diese mit 275 Seemeilen längste Strecke sind westliche Winde mit einer Stärke von ca. 4 Beaufort zu erwarten und damit ein Kurs hoch am Wind. Dieser Kurs ist für den Komfort an Bord der unangenehmste: das Schiff krängt stark, die Fortbewegung auf dem Schiff wird mühsam, einfache Dinge wie z.B. Kochen werden zu einer Herausforderung, je nach Wellengang ist Schlafen kaum möglich. Bleibt es bei mäßigen Winden, so kann die Überfahrt fast 2 Tage dauern.

Dennoch freut sich die Crew auch ein bisschen über diese Windvorhersage, denn auf diesem Kurs kann ihre regattataugliche Hochseeyacht ihre ausgezeichtneten Amwindeigenschaften wieder einmal unter Beweis stellen und es winkt, wenn alles gut geht, vielleicht eine vordere Platzierung in der Wertung.