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So lief die Kieler Woche

rumpf bug

Einen Monat ist die Kieler Woche schon vorbei. Daher ist mittlerweile die gesamte Crew wieder ausgeschlafen und wir möchten Euch einen Rückblick über die Regatta bieten.

Bereits eine Woche vor Beginn der Kieler Woche trafen wir uns zum Trainieren an Bord ein, um uns aneinander zu gewöhnen. Regatten waren die meisten von uns vorher nur auf Jollen gesegelt, das Training hat uns aber gut vorbereitet.

Die Kieler Woche besteht aus mehreren einzelnen Regatten für verschiedene Bootsklassen. Für Yachten gibt es drei Mittel- bis Langstrecken und mehrere Kurzstrecken.

Welcome Race und Kiel Cup Alpha

Besonders auf die Kurzstrecken, auf denen man viele Mänöver auf engen Raum fährt, haben wir uns sehr gefreut. Da diese 2016 jedoch nur im Rahmen der „Internationalen Deutschen Meisterschaft im Seesegeln“ (IDM) stattfinden sollten und es keine Zugangsbeschränkungen gab, hatten wir für die IDM gemeldet. Das Feld in ORC1, also unserer Startgruppe, war relativ dünn, aber sehr professionell besetzt.

Die Startlinie lag ziemlich weit in der Förde und bedingte einen Start mit raumem Wind. Es ist schon ziemlich aufregend wenn über 50 Yachten auf einem von Kaimauern begrenzten 500 x 500 m Quadrat rumkreuzen. Wir gingen den Start defensiv an. Auf einem 30 sm Reacher zur NW-Spitze von Aerö konnten wir durch intensives Trimmen aber nochmal einen Konkurrenten hinter uns lassen. Leider überholte dieser uns nach der nächsten Bahnmarke wieder durch bessere Kurs- und Segelwahl. Weiter ging es nach Osten bis Rodbyhavn, wo wir am späten Abend unsere Wendemarke rundeten. Für die Nacht stand so eine 40 sm Kreuz zurück nach Kiel an. Inzwischen hatte leichte Seekrankheit und Müdigkeit schon etwas an der Crew gezehrt. Einige Yachten behielten wir jedoch in Sichtweite. Im Morgengrauen stand aber wieder die gesamte Crew bereit um noch kurz vor dem Ziel am Kieler Leuchtturm den Spi zu setzen. Nach gut 21 Stunden beendeten wir das Rennen als Letzte, aber ohne Schäden und Verletzungen und um einige Erfahrungen reicher.

heck

Bei Wind um 15 kn lief es am Montag ganz gut. Wir haben uns jedenfalls konsequent gesteigert. Im dritten Rennen des Tages hatten wir zwei Yachten an der Luv-Tonne hinter uns. Leider rauschte uns dann das letzte Topfall in den Mast. Das Erste hatten wir schon im zweiten Rennen verloren. Da der Wind etwas abgenommen hatte, hätte auch ein Fractional-Spi keinen wirklichen Sinn mehr gemacht. Außerdem waren wir auch alle schon ziemlich erschöpft und beschlossen das letzte Rennen abzubrechen und nach Schilksee zu fahren. Am Abend war dann IDM-Party mit Buffet und Happy Hour angesagt. Eine sehr gelungene Veranstaltung.

Am Dienstag hatte der Wind etwas abgenommen, dafür gab es Sonnenschein im Überfluss. Die erste Runde verlief sehr gut, doch beim zweiten Down öffnete sich aus heiterem Himmel die Spibaum-Klaue. Daraufhin wickelte sich der Spi innerhalb kürzester Zeit mehrmals um das Vorstag. Wir fuhren zwar noch durchs Lee-Tor, mussten unseren Kurs aber länger so halten um den Spi zu bergen. Dazu musste unser Bowgirl in den Mast, den Spi am Kopf abschlagen und langsam abwickeln.

Am Mittwoch fand bei sehr leichten Winden dann ein letztes Rennen statt. Wir gaben nochmal alles und konnten einen gelungenen Lauf über die Bühne bringen. Ein schöner Abschluss der IDM für uns.

Senatspreis

Am Donnerstag fand dann der Senatspreis über ein ca. 35 sm langes Dreieck statt. Ein Großteil der IDM-Teilnehmer nahm hier nicht mehr teil und wir waren nur zwei Yachten in ORC1. Das Wetter war traumhaft und wir konnten auf den längeren Schlägen mal wieder mehr am Bootspeed arbeiten und Trimmen üben. Gesegelt konnten wir unseren einzigen Gegner deutlich auf Distanz halten, berechnet landete er jedoch vor uns.

Silbernes Band

sonne

Am Freitagnachmittag erfolgte schließlich der Start zum Silbernen Band. Wir waren sehr früh im Startgebiet und so wurde die Zeit genutzt um Brownies zu backen. Die Wettervorhersage sagte relativ konstanten Wind aus Nord voraus, mit einer geringen Gewitterwahrscheinlichkeit. Der Start gelang uns ganz gut und wir fuhren vorne weg.

Leider war der Wind hinter Avernakö ziemlich eingeschlafen und der Gennaker hing einfach am Mast runter. Also wieder die G1 hoch und für jeden Zentelknoten dankbar sein. Mit unserem Tiefgang waren wir gezwungen in dem stellenweise nur 10 m breiten Fahrwasser zu bleiben. War aber auch so für alle eine eindrucksvolle Erfahrung: Alles drum herum ist totenstill und wir gleiten lautlos durch den Kanal.

Nach Ausfahrt aus dem Svendsborgsund frischte dankenswerterweise der Wind wieder auf und das Tageslicht kam zurück. Es folge ein mehrstündiger Spi-Ritt zurück nach Kiel. Der Peter von Danzig gewann am Ende berechnet. Jedoch durften auch wir auf das Treppchen treten und den First-Ship-Home Pokal in Empfang nehmen.

Insgesamt hat uns die ganze Veranstaltung sehr gut gefallen. Durch die fest zugewiesenen Positionen liefen die Mänover deutlich schneller und sicherer als beim "normalen Fahrtensegeln".Auf jeden Fall möchten wir das Regattasegeln mit der Aquis Granus IV weiter intensivieren. Daher freuen wir uns schon darauf im September an der Ostsee-Challenge des Kieler ASV teilzunehmen.