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Die Amme - eine unendliche Geschichte

Folkeboote aus Holz sind immer ein Hingucker. Sie bestechen durch ihre außergewöhnliche Farbe, Form und angenehmen Segeleigenschaften. Jedes ist ein Unikat.

Amme Spi Amme Zeichnung

Dies waren wohl die Gedanken der ASVer, die vor 42 Jahren die Bootsklasse in den ASV brachten. Der ein oder andere hat sich vielleicht schon einmal über den Namen unseres Nordischen Folkebootes gewundert. Amme II.? Gab es denn auch eine Amme I.? Ja! Bereits eines der ersten ASV Boote hieß Amme.

Dabei handelte es sich allerdings noch nicht um ein Folkeboot, sondern ein Spitzgatt. Schon die erste Amme erfreute sich hoher Beliebtheit im Verein, trotz ihrer arbeitsintensiven Instandhaltung. Eines Tages, bei der Außerdienststellung im Herbst, nahm sich die Amme I. ein Herz und wollte den ASV von ihren mühsamen Winterüberholungen erlösen. Beim Kranen wählte sie den Freitod und beendete ihre Karriere auf dem Boden des unverdichteten Kranplatzes.

Der Bann tropischer Hölzer und heimischer Eiche wollte die ASVer dennoch nicht verlassen. Von der Versicherungssumme der Amme I. sollte ein Folkeboot angeschafft werden. Zur großen Freude und zum noch viel größeren Leid nachkommender Generationen, wartete man damals nicht auf die ab 1976 gebaute GFK-Version (Glasfaserverstärkter Kunststoff) des Folkebootes, sondern entschied sich für eine wunderschöne Kombination aus Mahagoni, Okume und Eiche.

Nach vielen weiteren erfolgreichen Dienstjahren steht die Amme II. nun seit November 2016 in unserer Aachener Halle und wartet darauf, endlich wieder das klare Rurseewasser unter den Kiel zu bekommen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, denn die Amme hat so einige Baustellen aufzuweisen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass viele reparaturbedürfte Stellen erst während der laufenden Arbeiten aufgefallen sind. So müssen Planken eingeschäftet, die Lacke erneuert sowie die Seitenwände des Kajütdachs und das Sülbords ausgewechselt werden. Nicht zu vergessen sind auch die notwendige Erneuerung der Inneneinrichtung und Reparatur des Stevens sowie einer Bodenwrange, um nur einige der Hauptprojekte zu nennen. Über die Fortschritte an der Amme möchten wir euch deshalb diesen Winter besonders auf dem Laufenden halten.

Wer außerdem Lust hat, einen kalten, verregneten Samstag zwischen Okume und Eiche zu verbringen, darf sich gerne bei Obmann Thomas Wöhnke melden. Jede Hand, die erfahren in Holzarbeit ist, oder etwas darüber lernen möchte, ist willkommen. Auf dass die Amme nächstes Frühjahr wieder schwimmt!