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Folkeboot - Amme

Unser kleines Schätzchen: Die AMME

Die "Amme" ist in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderes Schiff in unserem Bootspark. Dafür sorgen schon allein Typ, Außmaße und Alter:
Gebaut wurde Sie 1953 auf der Schichau-Werft in Kiel und ist damit schon eine recht alte, aber (und das sagen alle, die schon mal mit Ihr gesegelt sind) noch sehr rüstige, um nicht sogar zu sagen rüstige Dame.

1953 waren ja, daß wißt Ihr alle, die Wellen noch höher, die Schiffe schneller, die Mannschaft seefester als heute. Vor allem aber waren die Schiffe noch aus Holz und schön, keine neumodischen Joghurtbecher, bei denen man nicht weiß, ob sie nun tatsächlich vom Wind oder nicht doch von rechtsdrehenden Kulturen angetrieben werden! Auf unserer "Amme" gibt es kein Plastik und wird es auch niemals geben! Ihre wohlgeformten Kurven (gehört sich ja wohl auch bei einer Dame!) bestehen aus solider Eiche im Inneren und Planken aus Lärche. Mit dieser Ausstattung ist sie mit ein bischen Pflege, die wir Ihr natürlich in mehr als ausreichendem Maße auch angedeihen lassen, zum einen fast unkaputtbar und zum anderen eine traumhafte Schönheit, der man lange hinterherschaut.

Das man Sie so schnell nicht vergißt, liegt aber auch an ihrem Typ. Sie ist nämlich ein sog. "Nordisches Folkeboot", ein Lankieler mit sehr klassischen Linien. Bei 7,64m Länge und einem Gewicht von ca. 2 Tonnen trägt sie eine Segelfläche von 24qm. Damit kann man zwar keine Geschwindigkeitsrekorde brechen, dafür ist eine sehr gute Stabilität des Schiffes gewährleistet und es gibt eigentlich keinen Wind, bei dem man mit diesem Schiff nicht auslaufen könnte. Im Gegenteil: Ab 4-5 Bft., wenn die meisten dieser neumodischen Plastikschüsseln schon im Hafen bleiben, weil sie sonst auseinanderbrechen... Jedenfalls kommt dann erst so richtig Leben in die Dame und es gibt fast nichts besseres, als bei entsprechendem Wind Waschbord zu segeln oder die Wellen runter zu surfen.

Geheimtip für den Geschwindigkeitsrausch: Ist zwar offiziell nicht erlaubt, macht aber Heidenspaß: Spinnaker setzen! (Vorrausgesetzt natürlich, daß das geeignete Equipment vorhanden ist!.....Wie bei uns z.B.) Wenn die Blase oben ist, wundert sich so mancher Segler, was da gerade für ein Kondensstreifen vorbeigeflogen ist! Es gibt solche Wind- und Wasserverhältnisse in unserem Heimatrevier aber nicht immer, so daß wir statt dessen gemütlich über den See gleiten. ("Plätschern" würde durch die Klinkerbauweise des Rumpfes vielleicht besser passen?). Beim wichtigsten Utensil bei solchen "Kaffee-Fahrten", dem Fahrbier (Fahrbier?.....find ich gut!!), werden schnell die alten ASV-Geschichten aus den Tiefen der Gedächtnisse hervorgekramt (Damals, als die Wellen noch.....Ihr wißt ja!) und so manche Landratte wurde so von der Idee "ASV" begeistert.

Des Nachts lädt die Kajüte zu einem gemütlichen Schläfchen ein. Es gibt nicht viel schöneres, als beim leisen Plätschern des Wassers gegen die Planken langsam ins Reich der Träume zu entschwinden und wieder daraus aufzuwachen.
Wenn die Nacht aber zu schön ist zum Schlafen, dann werden die Leinen losgeschmissen und raus geht es auf den See zu einer geruhsamen Nachtfahrt. Das schöne und seltsame dabei: Selbst wenn nicht ein Hauch Wind geht, fährt die Amme.

All diese Eigenschaften sorgen dafür, daß die "Amme" unser "Hätschelkind", für viele sogar eine "heilige Kuh" ist. Wie man es auch interpretieren mag: Fakt ist, daß sie ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt ist und wie kein anderes Schiff zur Integration der Studenten der RWTH in unserem Verein beiträgt. Der treffende Name "Amme" kommt daher auch nicht von ungefähr!

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